Lubok. 15 Jahre Künstlerbücher

Eröffnung:

Dauer:

„Lubok. 15 Jahre Künstlerbücher“

Jubiläums-Ausstellung im Museum für Druckkunst

2.10.–3.11.2022

Soft-Opening am 30.09.2022, 17–20 Uhr

 

Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums des Lubok-Verlages und der Auszeichnung mit dem deutschen Verlagspreis 2022 zeigt die Ausstellung die originalgrafischen Lubok-Bände 1 bis 13 – sowie viele weitere der über 200 Publikationen. Die Besuchenden sind eingeladen, in den Büchern zu blättern und 15 Jahre zeitgenössische Druckgrafik zu erleben. Einige Werke werden zusätzlich gerahmt präsentiert, ein farbenfrohes Highlight der Ausstellung bildet eine grafische Tapete.

 

Die Lubok-Reihe erscheint seit 2007 als eine Serie originalgrafischer Linolschnitt-Bücher. Namensgebend waren die sogenannten „Lubki“, Bilderbogen mit satirischem, informativem, patriotischem oder sozialkritischem Charakter. Sie entstanden 1625 in der Ukraine und entwickelten sich besonders in Russland im 19. Jahrhundert zu einem beliebten Genre der Volkskunst. Sie wurden vor allem auf Jahrmärkten, Basaren oder Marktplätzen verkauft und waren bei einer breiten Bevölkerungsschicht beliebt. Heute sind vor allem die frühen Drucke begehrte Sammlerstücke.

 

Der Verlag entstand 2007 in Leipzig aus der Begegnung des Künstlers Christoph Ruckhäberle mit dem Grafiker und Buchdrucker Thomas Siemon. Sie teilen die Begeisterung für das Künstlerbuch und beschlossen, originalgrafische Bücher in größeren Auflagen mit Linolschnitten zu veröffentlichen. Pro Band werden etwa zehn zeitgenössische Künstler/innen eingeladen, ihre aktuellen Arbeiten beizusteuern. Das Besondere: Gedruckt wird die Auflage mit einer Präsident Zylinderpresse von 1958 direkt von der Linolplatte in Thomas Siemons Druck- und Grafikwerkstatt atelier carpe plumbum in der Leipziger Spinnerei. Für das Genre des Künstlerbuchs sind die Auflagen mit 300 bis 1500 Exemplaren hoch und ermöglichen es, die Bücher für ein breites Publikum erschwinglich zu machen.

 

Neben den Sammelbänden der Lubok-Reihe – charakteristisch sind das einheitliche Format und der strenge schwarz-weiß Kontrast – erschienen zahlreiche Monografien. Diese beindrucken in Spezial-Ausgaben durch verschiedene originalgrafische Techniken, Formate und Farbigkeiten.

 

Die Lubok-Bücher sind international bekannt und wurden bereits in Japan und Mexiko gezeigt. Die Ausstellung im Museum für Druckkunst gibt nun einen umfassenden Einblick in 15 Jahre Verlagstätigkeit rund um die zeitgenössische Druckgrafik.


Das Begleitprogramm wird demnächst hier veröffentlicht.

Cover Lubok 12, Ausschnitt

Cover Lubok 11, Ausschnitt

Lubok 6, Grafik: Stephanie Marx

Lubok 11, Grafik: Sebastian Gögel

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