35. Leipziger Grafikbörse „PARADOX“

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„PARADOX“ lautet der Titel der 35. Ausgabe der Leipziger Grafikbörse. Auf Einladung des Vereins Leipziger Grafikbörse e.V. nehmen 100 Künstlerinnen und Künstler teil. Die Künstler stammen überwiegend aus den mitteldeutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Leipzig bildet einen Schwerpunkt. Unter den Teilnehmern sind Altmeister wie Karl-Georg Hirsch oder Rolf Münzner ebenso wie Vertreter der mittleren Generation, junge Künstlerinnen und Künstler sowie auch Studierende. Hinzu kommen Gäste, z. B. aus Köln oder Holland. Sie alle gestalteten Werke in den unterschiedlichsten druckgrafischen Techniken.

 

Paradox - längst ist das Adjektiv mit griechisch-lateinischer Wurzel zum Bestandteil der Umgangssprache geworden. Mit ihm werden sich scheinbar einander widersprechende Aussagen, Zustände und Befindlichkeiten bezeichnet, die der geläufigen Meinung entgegenstehen. Bezogen auf Verhaltungsweisen, Fakten, Empfindungen sowie Personen entsteht aus tieferer Einsicht in die Paradoxie oftmals ein klareres Verständnis für Sachverhalte und Gegebenheiten. Diese Vieldeutigkeit kann zum Antrieb für gegensätzliche Betrachtungen in Gesellschaft wie Literatur, Musik und bildender Kunst führen, befreiend wirken und Widersprüche lösen.

 

Im Rahmen der Vernissage am 29. November 2018 wird erneut der „Karl-Krug-Preis“ in Höhe von 1.000 Euro verliehen sowie erstmalig ein Förderpreis in Höhe von 500 Euro.

 

Seit seiner Gründung im Jahr 1972 beschäftigt sich der Verein Leipziger Grafikbörse e.V. mit der Präsentation zeitgenössischer Grafiken, die mittels klassischer oder moderner Drucktechniken entstehen. Zu diesem Zweck entstand die Ausstellungsreihe Leipziger Grafikbörse, die zunächst jährlich ausgerichtet wurde und inzwischen als Biennale stattfindet. Der Verein besteht aus einer kleinen, sehr engagierten Gruppe Leipziger Künstler, deren Arbeit auch über Sachsen und Mitteldeutschland hinaus in anderen europäischen Ländern als wertvoller Kulturbeitrag geschätzt wird. 

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einer Übersicht aller Arbeiten. Erhältlich im Museumsshop für 10 Euro. Alle Arbeiten lassen sich zudem käuflich erwerben.

 

Steve Viezens: Piecing Together 1, 2018, Achtfarb-Siebdruck / Seitenkopf zeigt Ausschnitt der Arbeit

Susann Hoch: Erwartung des Fortschritts I, 2018, Hochdruck

Jannine Koch: iuventa, 2018, Farbradierung

Rolf Münzner: Die große Raupe, 2017, Lithografie

Jos de l’Orme: De eeuwige uil, 2018, Holzschnitt

Nadine Respondek: Alte Molkerei, 2018, Strichätzung, Aquatinta, Vernis mou

Begleitprogramm

  • Öffentliche Führungen jeweils sonntags, 12 Uhr:
    9.12.2018, 13.1.2019, 27.1.2019

  • Führung 60+ jeweils dienstags, 15 Uhr:
    11.12.2018, 15.1.2018
    (ermäßigter Eintritt für Besucher ab 60 Jahren) 

  • Workshop Linolschnitt mit Stephanie Marx: 20.1.2019, 14 bis 16 Uhr
    mit Anmeldung, Gebühr 12 Euro / 9 Euro ermäßigt 

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