Xylografie

Die Werkstatt für Holzstich stammt von Rudolf Rieß aus Nürnberg, einem der letzten heute noch tätigen Xylographen in Deutschland. Sie umfasst alle wichtigen Geräte und Schneidwerkzeuge dieses im 19. Jahrhundert hoch geschätzten Handwerks.


Xylograph Rudolf Rieß beim Stechen eines Druckstocks. Die Schusterkugel bündelt das Licht.

Blick in die Ausstellung

Plattenkamera zur Reproduktion von Bildmotiven

Schritte der Druckstockherstellung

Schritte der Druckstockherstellung

Beispiele für Druckstöcke

Beispiele für Druckstöcke

Detailliert wie ein Kupferstich, erleichterte der Holzstich im 19. und frühen 20. Jahrhundert die Herstellung von Illustrationen in Büchern, Zeitschriften und Zeitungen, weil Bilder und Texte zusammen in einer Form auf der Buchdruckmaschine produziert werden konnten. Darüber hinaus zeigt die Werkstatt eine Vielzahl an historischen Bildbeispielen aus unterschiedlichen Anwendungsbereichen sowie zahlreiche Originalholzstöcke und deren Abformungen in Blei und Kupfer, wenn höhere Auflagen gedruckt wurden.

Integriert ist die Werkstatt für Xylographie in die aktive Schriftgießerei des Museums, damit Text- und Bildvorlagen in ihrer Herstellung in Zukunft gemeinsam vorgeführt werden können.