Schriften

Seinen besonderen Rang verdankt das Museum seiner einzigartigen Sammlung von europäischen und orientalischen Gußmatrizen, Schriftschablonen, kunstvoll gefertigten Stahlstempeln und Bleilettern. Im internationalen Vergleich können nur wenige Institute ähnliche Bestände aufweisen. Zu den wertvollsten unter den exotischen Schriften zählen Hieroglyphen, chinesische Schriftzeichen, Keilschriften, Runen und weitere geheimnisvolle Zeichensätze.

 

Matrizen der Kleukens-Initialen

Holzbuchstaben für große Schriftgrade

Holzbuchstaben für große Schriftgrade

Schmuckelemente

Digitalisierte Version der Schrift Kristall Grotesk

Anwendung der Kristall Grotesk auf Wegweisern

Das Museum für Druckkunst besitzt eine deutschlandweit einzigartige Kollektion an Blei- und Holzlettern, Matrizen und Stahlstempeln. Diese rund 4000 Schriftarten europäischer und orientalischer Herkunft entstammen bedeutenden Schriftgießereien wie der Reichsdruckerei, Typoart, Ludwig & Meyer oder C.E. Weber.

 
Besondere Beachtung verdienen die vielen Matrizen zahlreicher gebrochener Schriften, darunter die Manuskript-Gotisch, Frakturschriften von Johann Friedrich Unger, Johann Gottlob Immanuel Breitkopf und die Zentenar-Fraktur von F. H. Ernst Schneidler. Zu den ältesten Schätzen des Museums zählen ein Satz von Jakob Sabon von 1572 sowie Original-Matrizen der Alten Schwabacher, die ebenfalls aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammen.

 

Im Jahr 2008 wurde die erste Schrift aus der Sammlung digitalisiert. Seit Mai 2011 findet sie — die Kristall Grotesk — im Leipziger Stadtraum Anwendung. Die Straßenschilder der neuen Kulturwegweisung „Westkultur“ wurden in der Kristall Grotesk gesetzt. Sie weisen in Anlehnung an das allgemeine touristische Wegeleitsystem in den Farben weiß und braun auf acht verschiedene kulturelle Institutionen im Leipziger Westen hin. Die Anwendung dieser originären Leipziger Schrift im öffentlichen Raum ist ein besonderer Hinweis auf die historische Bedeutung Leipzigs als Ort der Schriftgestaltung und -herstellung mit einer über 100jährigen Tradition.

 

Die Schrift wurde von Elsner+Flake Type Consulting GmbH als digitale Replik erstellt und nun erworben werden kann. Die Verwendungsrechte an der Schrift besitzt das Museum für Druckkunst Leipzig, der Vertrieb erfolgt über den Online-Shop der Elsner+Flake Type Consulting GmbH unter www.fonts4ever.com.