Ankündigung:

LEIPZIG beeinDRUCKT

500 Jahre Druck- und Verlagsstandort

28. März bis 4. Oktober 2015

Eröffnung: Freitag, 27. März 2015, 17 Uhr

 

Geografisch günstig gelegen, innovationsfreudig und wirtschaftlich stark: Leipzig ist seit Jahrhunderten Anziehungspunkt für Kultur, Musik, Handel und Wirtschaft. Eine wichtige Säule darunter bildet das druckgrafische Gewerbe, das im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert seinen Höhepunkt erreichte und Leipzig zu einem der weltweit wichtigsten Standorte machte. Diesen Weg zeichnet die Ausstellung „LEIPZIG beeinDRUCKT. 500 Jahre Druck- und Verlagsstandort“ nach.  Die Schau findet im Rahmen des 1000-jährigen Stadtjubiläums Leipzig statt.

 

Unter Einbeziehung der ständigen Sammlung des Museums werden wichtige Etappen der Druckgeschichte Leipzigs nachgezeichnet. Dank zahlreicher Leihgeber, wie der Universitätsbibliothek Leipzig, dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum, dem Sächsischen Staatsarchiv u.a. werden bisher selten oder noch nie ausgestellte Kostbarkeiten gezeigt. Wertvolle Drucke des ersten sesshaften Leipziger Druckers Konrad Kachelofen aus dem 15. Jahrhundert werden ebenso zu sehen sein wie bedeutende Drucke Martin Luthers aus der Offizin des Melchior Lotter.

 

Die herausragende Stellung Leipzigs als Zentrum des Zeitungs- und Zeitschriftenwesens im 17. und 18. Jahrhundert wird durch originale Exponate veranschaulicht. Im 19. Jahrhundert stieg Leipzig endgültig zur Metropole des grafischen Gewerbes auf. Neben die bereits bestehenden Betriebe traten Unternehmen von Weltruf, näher vorgestellt werden die Maschinenfabrik Karl Krause (gegr. 1855), das Unternehmen Gebrüder Brehmer (gegr. 1879) sowie die Schriftgießerei Schelter & Giesecke (gegr. 1819).

 

Ein weiterer Leipziger Superlativ hängt eng mit den auf Notenstich- und Musikaliendruck spezialisierten Betrieben zusammen. Neben Breitkopf & Härtel (gegr. 1719) war das vor allem der 1846 gegründete Graphische Großbetrieb C.G. Röder. Bis zum Ende des 1. Weltkriegs kam ca. 80 % der weltweiten Musikliteratur aus Leipzig.

 

Besonderheit der Ausstellung ist, dass sie unter Einbindung der ständigen Sammlung des Museums Polygrafie auf vier Etagen mit allen Sinnen verständlich macht. So können anhand von rund 100 voll funktionstüchtigen Maschinen und Geräten die handwerklichen Drucktechniken auf einzigartige Weise erlebt werden.

 

Ein umfangreiches Programm begleitet Ausstellung mit Führungen, Workshops und Vorträgen.

 

Während der Ausstellung ist das Museum zusätzlich jeden letzten Samstag im Monat von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

 

Vermittlungsangebote für Schulen

 

Zur Webseite des Leipzig 2015 e.V.