Details zu den Lesungen

Christine Gräfin Von Brühl: "Out of Adel"

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am 18.03.2010, 19 Uhr, im Großen Drucksaal


Liebe kennt keine Schranken. Oder?

Eine hinreißende Farce über Standesschranken im 21. Jahrhundert und wie man sie überwindet: Christine Gräfin von Brühl erzählt die abenteuerliche Geschichte einer eigentlich unmöglichen Liebe zwischen einer schwäbischen Adeligen und einem Künstler aus Dresden.

Eigentlich wollte sie gar nicht heiraten. Denn eine katholische Adelige sollte tunlichst einen Edelmann derselben Konfession ehelichen, so schreibt es nicht nur die Tradition, sondern auch der Gotha vor. Aber was, wenn sich keiner findet? Christine Gräfin von Brühl stammt aus der Familie Heinrich Graf von Brühls, dem Dresden seine berühmte gleichnamige Terrasse verdankt, und wuchs als Diplomatentochter in Ghana, London und Singapur auf. In diesem Buch erzählt sie vom Abenteuer Liebe zwischen zwei Menschen, deren familiäre und kulturelle Hintergründe unterschiedlicher nicht sein könnten: von zugigen Schlössern, Jagdausflügen, Adel auf dem Radel, Séjours und indignierten Schwiegereltern. Ein ironischer und überraschender Blick hinter die Hochglanzkulissen einer Parallelgesellschaft.


Ironisch, brillant und garantiert nicht bürgerlich.

 

Die Autorin:

Christine Gräfin von Brühl, geboren 1962 in Accra (Ghana), studierte Slawistik, Geschichte und Philosophie und arbeitet nach verschiedenen Stationen u. a. bei der »Zeit« als freie Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Berlin.

 

Hier können Sie die pdf-Einladung ansehen 

 

Jan Faktor: "Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag"

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am 19.03.2010, 19 Uhr, im Großen Drucksaal

Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse

 

Ein ödipales Vergnügen – Faktors erotischer Entwicklungsroman über Widerstände, Schmutz und Schönheit

Georg wächst in der schönsten Wohngegend Prags in einem summenden Frauenhaushalt auf. Leider zur Zeit des politischen Terrors, der überirdischen Atomversuche und später des Reformversuchs von ‘68. Zwischen Tanten mit Kriegstraumata, dem tyrannischen Onkel ONKEL und der überstrahlend-schönen Mutter bleibt ihm nur die Flucht nach vorn.

Das sozialistische Prag hat in den Jahren von Georgs Jugend seinen Glanz verloren. In einer Stadt voller gewalttätiger Müllmänner, 50-ccm-Motorradcowboys, sexbesessener Fremdgänger und vieler anderer unsozialistischer Elemente nutzt Georg alle sich bietenden Freiräume, um auszubrechen: Er experimentiert mit hochexplosiven Substanzen, verbringt die Nachmittage mit wilden Jugendcliquen und findet im Kreis der Familie schließlich auch eine Geliebte. In einer Gesellschaft, die von den Rändern her vergammelt und sich von innen auflöst, bekommt das Körperliche eine befreiend-subversive Bedeutung. Georg mobilisiert alle Kräfte, um neben der Mutter auch dem stickig-klebrigen Vaterhaushalt zu entkommen, in dem er seine verhassten Wochenenden verbringen muss. Als er nach der Okkupation des Landes den kulturellen Niedergang miterlebt und sich der Prager Dissidentenszene nähert, wird ein geschasster Intellektueller, der sich trotz seiner Blindheit wie ein Sehender in der Stadt bewegt, zu seinem Wunschvater.

Indem Jan Faktor Georg selbst erzählen lässt, macht er das Erzählen zu einem zweiten subversiven Akt – und führt damit den Entwicklungs- und den Gesellschaftsroman zusammen. So entstehen ein vor Witz strotzendes Psychogramm einer Familie und ein hellsichtiges Porträt einer Stadt.

 

Der Autor:

Jan Faktor, 1951 in Prag geboren. Studium der EDV abgebrochen. Verschiedene Arbeitsverhältnisse in Prag und in der Slowakei. Fernstudium. In Prag als Programmierer tätig. 1978 Übersiedlung zu seiner Frau nach Ostberlin. Arbeit als Kindergärtner, Schlosser, Übersetzer. Bis 1989 fast ausschließlich in der alternativen Literaturszene engagiert.
Jan Faktors experimentelle Texte aus dieser Zeit erschienen 1989 in einem Band beim Aufbau Verlag. 1989 wurde Faktor Mitglied des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie. In den 90er Jahren brachte der Verlag Gerhard Wolf Januspress seine Arbeiten heraus.

 

 

Rolf-Bernhard Essig: "Wann ist ein Held ein Held"

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(c) Carl Hanser Verlag

am 20.03.2010, 19 Uhr, im Großen Drucksaal

 

Jugendliche suchen sich ihre Helden: als Identifikationsfiguren, Orientierungshilfe und Traumgestalten. Aber wer ist heute eigentlich ein Held? Rolf-Bernhard Essig hat sich auf die Suche gemacht jenseits der Klischees vom Actionhelden und Superstar. Für ihn sind Helden Menschen, die darum kämpfen, das Leben auf unserem Planeten zu bewahren: die Umweltschützer von Greenpeace ebenso wie die Feuerwehrmänner im World Trade Center oder die unbeugsame Erin Brockovich, die sich allein gegen die amerikanische Großindustrie stellt. In 15 packenden Geschichten zeigt er Helden der Moderne und ermutigt den Leser, eigene Antworten auf die Frage zu finden, ob wir Helden brauchen? Und wenn ja, welche?

Der Autor:
Rolf-Bernhard Essig, 1963 geboren, lebt in Bamberg als Autor von Sach- und Hörbüchern, als Kritiker für die wichtigsten deutschsprachigen Zeitungen und als Dozent für Literaturkritik und Literarisches Schreiben. 2004 und 2006 erhielten er und seine Frau Gudrun Schury den BLM-Preis für ihre Hörfolgen Ansbach zu Ohren und Franz im Glück oder Die Landshuter Hochzeit 1475. Seit er in der Sendung Essigs Essenzen ein Jahr lang jede Frage rund um Sprichwörter und Redensarten beantwortet hat, gilt er als Deutschlands Sprichwörter-Papst.

 

Hier können Sie die pdf-Einladung ansehen

 

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