Erste Schrift aus dem Museumsfundus digitalisiert
Am 15. Mai 2009 übergaben Elsner & Flake die als Replik erstellte, sieben Schnitte umfassende Schrift Kristall Grotesk an das Museum.
Bei der Schriftfamilie Kristall Grotesk handelt es sich um einen so genannten »Hausschnitt« der Stempelschneiderei Wagner & Schmidt, Leipzig. Ursprünglich erschienen Schnitte dieses Designs im Laufe der 30er Jahre mit dem Namen Polar unter anderem bei der Schriftgießerei J. John Söhne. Ende der 30er Jahre brachte die Norddeutsche Schriftgießerei GmbH, Berlin, die Kristall Grotesk mit erweiterter Schnittanzahl heraus und war bis Anfang der 70er Jahre über den Lettern Service Ingolstadt erhältlich.
Zu den Beispielen der Kristall Grotesk und Kristall Now »
Schriften
Anmerkung zu den ersten vier Bildern:
Die Typen sind spiegelverkehrt dargestellt, da sie sich so dem Betrachter leichter erschließen. Für eine korrekte Darstellung würden sie "auf dem Kopf" stehen.
Besondere Beachtung verdienen die vielen Matrizen zahlreicher gebrochener Schriften, darunter die Manuskript-Gotisch, Frakturschriften von Johann Friedrich Unger, Johann Gottlob Immanuel Breitkopf und die Zentenar-Fraktur von F. H. Ernst Schneidler. Zu den ältesten Abschlägen des Museums, vermutlich die ältesten in Deutschland überhaupt, zählen ein Satz von Jakob Sabon von 1572 sowie Original-Matrizen der Alten Schwabacher, die ebenfalls aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammen.






