Zylinderdruckpressen

Die erste Zylinderdruckmaschine, von Friedrich König erfunden und entwickelt, wurde 1814 bei der Londoner Times in Betrieb genommen. Der streifenförmige Druck, den der Zylinder und die gegenläufige Form beschreiben, bot die Möglichkeit zu größeren Druckformen bei geringerem Kraftaufwand und einen gleichmäßigerem Ausdruck als eine Hand- oder Tiegeldruckpresse. Es gibt vier Arten von Zylinderdruckmaschinen:

Die Stoppzylindermaschine
Nach jedem ausgeführten Druck kommt der Zylinder zum Stillstand (daher der Name für dieses Konstruktionsprinzip), während das Druckfundament unter dem abgeflachten Zylinder in seine Ausgangsposition zurückkehrt.

Die Schwingzylindermaschine
Die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Druckfundaments wird vom Zylinder mitvollzogen.

Die Eintourenmaschine
Der überdimensionierte Zylinder besitzt etwa den doppelten Umfang des Fundaments. Eine halbe Zylinderumdrehung dient dem Druck, die andere halbe Umdrehung der Rückkehr des Fundaments.

Die Zweitourenmaschine
Nach erfolgtem Druck wird der sich drehende Zylinder für eine Leerumdrehung angehoben, während das Fundament in seine Ausgangslage zurückkehrt.

Farbwalzen des Original Heidelberger Zylinder
Stoppzylindermaschine von Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinengesellschaft Nürnberg AG, Werk Augsburg (1906)

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