Die Kunst des Lichtdrucks

Die Sonderausstellung widmete sich einem Druckverfahren, das bisher als unübertroffen gilt: dem Lichtdruck. Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse des 2. Leipziger Lichtdruck-Symposiums, das vom 12. bis 16. Oktober 2009 fünf Leipziger Künstler mit dieser besonderen Drucktechnik zusammen brachte. Jeweils einen Tag verbrachten Jörg Bock-Dahmen, Patrick Fauck, Milena Popova, Susanne Werdin und Christiane Werner in der Lichtdruckwerkstatt, um eine großformatige Originalgrafik entstehen zu lassen. Die Ausstellung zeigte die Ergebnisse des Symposiums sowie weitere Werke der beteiligten Künstler aus den Bereichen Grafik, Plastik und Zeichnung.

 

Erstmals öffentlich präsentiert wurden auch die Lichtdruck-Originalgrafiken des 1. Leipziger Lichtdruck-Symposiums 2006, an dem die Künstler Hans Bagehorn, Heinke Binder, Madeleine Heublein, Petra Natascha Mehler und Jürgen Strege teilnahmen.

 

Einen umfassenden Einblick gewährte die Ausstellung außerdem in die besondere Technik des Lichtdrucks. Von den Pionieren der Fotografie Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt, diente der Lichtdruck hauptsächlich professionellen Reproduktionszwecken. Die Fülle an Halbtonwerten und die sehr feine Farbauflösung sind die einzigartigen Merkmale des Lichtdrucks, dessen Handwerk heute nur noch in Leipzig und Kyoto (Japan) gepflegt wird. Seit den frühen 1990er Jahren erlebt der Lichtdruck eine Renaissance als neue künst­lerische Ausdrucksform, der Lichtdruck-Originalgrafik.

 

Jeden Sonntag, 12.00 Uhr (außer am 27.12.09) fand eine öffentliche Führung durch die Ausstellung und die Lichtdruck-Werkstatt (außer am 22.11.09 und 03.01.2010) statt.

 

Die Ausstellung war eine Zusammenarbeit des Museums mit dem Bund Bildender Künstler Leipzig e.V. und des Lichtdruck-Kunst Leipzig e.V. und wurde vom Kulturamt der Stadt Leipzig unterstützt.

 

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